Gesellschaft für Didaktik der BioWissenschaften


Aktuelles:



Ausschreibung W2-Professur

An der RWTH Aachen ist eine W2-Professur für Didaktik der Biologie und Chemie zu besetzen.
Den Ausschreibungstext finden Sie hier




Tagung: Die Bedeutung der Fachlichkeit im Unterricht und der Lehrerausbildung in den MINT-Fächern

Tagung der Gesellschaft für Didaktik der Biowissenschaften am 19.12.2015 in Frankfurt am Main

Die als Antwort auf PISA und Bologna in Angriff genommen Bildungsreformen hatten zum Ziel, das deutsche Bildungssystem insbesondere bezüglich seiner Qualität in den einschlägigen Rankings wieder in die oberen Bereiche zu führen. Bildungsstandards, Output- und Kompetenzorientierung, Evaluation und Qualitätsmanagement, Autonomie und Wettbewerb sowie Ausschöpfung der Begabungsressourcen und Effizienz sollten dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Der angebliche Erfolg dieser Maßnahmen wird der Öffentlichkeit mit stark angestiegenen höheren Bildungsabschlüssen bei gleichzeitiger Qualitätsverbesserung verkauft. In der letzten Zeit häufen sich dagegen immer mehr kritische Stimmen, die eine Nivellierung der Ansprüche auf breiter Front, eine Entsachlichung und Entfachlichung der Unterrichtsfächer, der Lehrerausbildung und der Fachdidaktik, eine Umstellung des Fachunterrichts auf fachunabhängige Schlüsselkompetenzen bis hin zur Abschaffung der Fächer und ein flächendeckendes Notendumping beklagen. Auch die Hochschulen klagen über ungenügende fachliche Studienvoraussetzungen eines immer größeren Teils der Abiturienten und hohe Abbrecher- und Durchfallquoten besonders in den MINT-Fächern. Die Tagung soll Gründe für diese Entwicklung und mögliche Alternativen aufzeigen.
Programm und Anmeldung hier




Tagung: 10 Jahre Frankfurter Einsprüche gegen die Ökonomisierung des Bildungswesens

Tagung der Gesellschaft für Bildung und Wissen am 14.11.2015 in Frankfurt am Main

Als die Frankfurter Einsprüche gegen die Ökonomisierung des Bildungswesens 2005 vorgetragen wurden, bildete sich zum ersten Mal eine breite Koalition der Kritiker gegen die seit Beginn der Jahrtausendwende mit der Agenda der OECD und PISA sowie der Verbetrieblichung der Bildungsanstalten massiv durchgesetzte Reform. Glaubten die Reformer zu Beginn des Protestes noch, sie könnten die Kritiker als ewig Gestrige und Besitzstandwahrer ins Abseits stellen, so zeigte sich mit dem Missgestalten der Reform bald der Schaden, den die Ökonomisierung mit sich brachte: Niveausenkung, Entfachlichung, Entmutigung, Entfremdung, De-Humanisierung. Die Leitbegriffe der Reform, Exzellenz, Kompetenz, Wettbewerb, Humankapital, Outputorientierung gerieten in immer groteskeren Gegensatz zur Realität. Die Reform hat ihren Kredit gründlich verspielt. Aber sie ist deswegen nicht zur Geschichte zu nehmen, denn sie wird, wenn auch nicht mehr so vorlaut und lautstark wie zu Beginn, weiterhin mit allen Mitteln fortgesetzt, als gäbe es zum missratenen vermeintlichen Fortschritt keine Alternative. Die aus den Einsprüchen von 2005 hervorgegangene Gesellschaft für Bildung und Wissen organisiert seit 2010 die Aufklärung über die Reformfolgen und sie legt mit ihrem Bildungs-Rat ein zu diskutierendes pädagogisches Bildungskonzept vor, das einen am Humanismus ausgerichteten anderen Weg weisen kann.. Auf der Tagung soll die Entwicklung bis heute bilanziert und die Kritik aktualisiert werden, damit endlich ein Umdenken der Verantwortlichen erfolgt und das Bildungssystem vor weiteren Schäden bewahrt bleibt. Programm und Anmeldung hier




Tagung: Digitale Medien im Unterricht und Hochschule

Tagung der Gesellschaft für Bildung und wissen am 24.10.2015 in Offenburg

Programm und Anmeldung hier




Liebe Mitglieder,

anbei der kritische Beitrag von Hans-Peter Klein zum Runden Tisch in NRW zu G8/G9 "Über den Runden Tisch gezogen" in der FAZ sowie der ebenfalls auf dieser Seite erschienene Artikel von Herrn Ruß "Das Gymnasium - Ruine einer Utopie".

Lesen Sie hier den Artikel "Das Gymnasium - Ruine einer Utopie?"


Lesen Sie hier den Artikel "Über den Runden Tisch gezpgen (FAZ)"




Niedergang der Biologie im Schulunterricht

Lesen Sie hier den Artikel "Abi sehr gut, Fachwissen spärlich"
Grafik zum Text"




Der Bluff des Zentralabiturs

Campus & MBA - Erfolg - Wirtschaftswoche: Der Bluff des Zentralabiturs - Abitur ist auch ohne Wissen möglich




Berichte über die Mathe Vergleichsuntersuchung

DER SPIEGEL, Heft 14/2014, S. 47: Klarer Abstieg

Hamburger Abendblatt v. 31.3.2014: Mathe-Abitur: Niveau in Hamburg sinkt deutlich

Die Welt v. 31.03.2014




Gemeinsame Stellungnahme

Der Bildungsplan der Baden-Württembergischen Landesregierung sieht vor, dass in der Orientierungsstufe des Gymnasiums (Klasse 5/6) ab dem Schuljahr 2016/2017 das Fach "Naturphänomene und Technik" unterrichtet wird. Dieser Unterricht im Fächerverbund befindet sich derzeit in der Erprobung und soll den Unterricht in den Fächer Biologie und Naturphänomene ersetzen.

Die Gesellschaft für die Didaktik der Biowissenschaften, die Fachsektion Didaktik im VBIO sowie der AK Schulbiologie des VBIO nehmen die aktuellen Planungen in Baden- Württemberg zum Anlass, in einer gemeinsamen Stellungnahme ihre ablehnende Haltung zu naturwissenschaftlichen Fächerverbünden zu begründen und auf zu erwartende negative Konsequenzen hinzuweisen.
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Pressemitteilung

"Naturphänomene und Technik" in Baden-Württemberg - Warum der Fächerverbund keine gute Idee ist

(Berlin/Stuttgart, 19.2.2014) Die Gesellschaft für die Didaktik der Biowissenschaften, die Fachsektion Didaktik im VBIO sowie der AK Schulbiologie des VBIO haben eine gemeinsame Stellungnahme zum Fächerverbund „Naturphänomene und Technik“ in den Klassen 5/6 des Gymnasiums in Baden-Württemberg vorgelegt. Darin begründen sie ihre ablehnende Haltung und weisen auf zu erwartende negative Konsequenzen hin. Hauptkritikpunkt ist die absehbare Zunahme des fachfremden Unterrichts. Außerdem stellen die biologischen Inhalte in den integrativen Modulen des Fächerverbundes keinen Ersatz für den bisherigen Biologieunterricht dar. Was in den Klassen 5 und 6 versäumt werde, ließe sich auch in der Mittel- und Oberstufe kaum aufholen.


Eine große Gefahr bei der Einführung von Fächerverbünden besteht nach Ansicht der Unterzeichner darin, dass in diesen zwangsläufig in erheblichem Maße fachfremd unterrichtet wird. Dies ist für das Fach Biologie besonders problematisch weil von den neun Kontingentstunden Biologie in der Sekundarstufe I allein vier Stunden im Rahmen des Fächerverbundes unterrichtet werden. Fachfremde Lehrkräfte werden die Grundlagen eines kompetenzorientierten Biologieunterrichts nicht legen können, da sie die späteren Lernabschnitte nicht vor Augen haben.

Die biologischen Inhalte in den integrativen Modulen des Fächerverbundes „Naturphänomene und Technik“ können kein Ersatz für den bisherigen Biologieunterricht sein. Grundlagen, die in den Klassen 5 und 6 nicht gelegt werden, fehlen in der Mittel- und Oberstufe und lassen sich dort kaum aufholen. Erschwerend kommt hinzu, dass in den vergangenen Jahren das Stundenkontingent für Biologie in der Sekundarstufe I bereits so gekürzt wurde, dass es keinen kontinuierlichen Biologieunterricht mehr gibt. Daher muss der Biologieunterricht eher gestärkt werden, um den Auftrag der Vermittlung von Leitprinzipien, Querschnittsaufgaben und KMK-Standards effektiv zu erfüllen.

Angesprochen wird in der Stellungnahme auch die Perspektive der Schülerinnen und Schüler. Denn für Viele von ihnen – gerade in den Klassen 5 und 6 – ist die Biologie eines der beliebtesten Fächer, welches mit großem Interesse und Engagement absolviert wird. Die Unterzeichner sehen keinen Grund, dieses Fach zurechtzustutzen und in einem Fächerverbund zu verstecken. Auch das Argument, der Fächerverbund verbessere die Durchlässigkeit zwischen Schulformen ist nicht stichhaltig. Der Wechsel zwischen Bundesländern wird dadurch sogar noch erschwert.

Die zu erwartenden negativen Konsequenzen stehen zudem im krassen Gegensatz zu der gewachsenen politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bedeutung der Biowissenschaften als „Leitwissenschaften des 21. Jahrhunderts“.

Weitere Informationen:

Dr. Karin Blessing, VBIO Landesverband Baden-Württemberg, e-Mail: karin.blessing@gmx.de
Prof. Dr. Hans Peter Klein, Gesellschaft für die Didaktik der Biowissenschaften e-Mail: H.P.Klein@bio.uni-frankfurt.de




Call for papers

Das Journal für Didaktik der Biowissenschaften bietet Ihnen ab sofort die Möglichkeit, Originalbeiträge aus den Bereichen des Lehrens und Lernens und des Verstehens von Biologie zu veröffentlichen. Das Journal JfDB (Schule/Praxis) veröffentlicht dabei innovative unterrichtspraktische Beiträge zur Umsetzung biologiedidaktischer Fragestellungen in die Praxis, das Journal JfDB (Forschung) veröffentlicht empirische Untersuchungen zu biologiedidaktischen Fragestellungen. Sie sind herzlich eingeladen, Ihre Forschungsergebnisse und/oder unterrichtspraktischen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten einzureichen.

Die Zeitschrift ist als eJournal online frei verfügbar. Zusätzlich erscheinen die einzelnen Beiträge in schriftlicher Form in einem Jahresband. Das Begutachtungsverfahren entspricht den üblichen Standards wissenschaftlicher Zeitschriften.

Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.didaktik-biowissenschaften.de/zeitschrift.html




Aktuelle Presseartikel zum Thema Bildung und Wissen finden Sie unter "Presseschau".




Selbstverständnis

Unter Biowissenschaften verstehen wir alle organismischen und molekularen Wissenschaftsbereiche der Biologie. Die verschiedenen Disziplinen der Biowissenschaften und ihre Forschungsergebnisse beeinflussen heute nachhaltig alle Lebensbereiche. Den heranwachsenden Generationen und der Öffentlichkeit müssen daher wesentliche biowissenschaftliche Inhalte in ihrer Bedeutung für die individuelle und soziale Lebenskompetenz näher gebracht werden. Die Gesellschaft für Didaktik der Biowissenschaften nimmt sich dieser Aufgabe an und beschäftigt sich insbesondere mit dem Transfer und dem Verstehen gesicherter biowissenschaftlicher Erkenntnisse in die Öffentlichkeit und in den schulischen Bildungsbereich Bildungsbereich im Sinne eines Public Understanding of Sciene and Research (PUS/PUR).

Die Gesellschaft wendet sich an

Fachdidaktiker, am Wissenstransfer in den Biowissenschaften interessierte Fachwissenschaftler, Fachseminarleiter, Fachlehrer, Wissenschaftsjournalisten. Eine eigene Zeitschrift zur biologiedidaktischen Bildung wird neben Forschungsarbeiten richtungsweisende und innovative Beiträge der jährlich stattfindenden Tagungen festhalten.




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